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Herren 4.Liga: BC Arlesheim – CVJM Riehen 103:29 (42:18)

Würde man einem Kind das Wort „Klatsche“ im sportlichen Zusammenhang erklären wollen, würde dieses Spiel alles sagen, was es zu sagen gibt.

Thomas Oppliger: Nach dreiwöchiger Spielpause seit der zu erwartenden Niederlage im Cup, wollten sich die Herren aus Riehen wieder in ihrer Spielklasse messen und dabei vor allem an das exzellente erste Viertel gegen den Zweitligisten aus dem Jura anknüpfen. Man wusste, dass Arlesheim mit einem jungen, athletischen Team bisher erfolgreich durch die Saison gerannt ist und das Credo war: „Bereit in Kopf, Beinen und Herz!“

Das erste Viertel liess sich gar nicht so schlecht an. Zwar musste man bereits 2 Dreier (von insgesamt 13 – doch dazu später mehr) hinnehmen, doch setzte Marvin, der allgemein einer der wenigen Lichtblicke aus riehener Sicht war, mit 8 Punkten im Startviertel ein offensives Ausrufezeichen. 17:10, soweit, so ok.

Im zweiten Viertel begann dann die riehener Zonendefense zu bröckeln; man war schlicht und ergreifend zu wenig bissig, zu wenig flink und zu wenig bereit. Daraus resultierten 25 gegnerische Punkte, während vorne bloss die zwei Youngsters Fabian und Marvin scorten. Das Viertel endete 25:8 und ausser Beni (auch er zeigte v.a. in kämpferischer Hinsicht eine starke Leistung) punktete kein erfahrener Spieler des CVJM – zu wenig!

Nach der Halbzeitpause stellte Coach Mena (braungebrannt) auf eine Mann-Mann Defense um. Doch leider schien bei den Herren nicht angekommen zu sein, dass auch – oder gerade – diese Form der Verteidigung mit Einsatz gespielt werden muss. Es war eine ganz schwache Vorstellung und aus „Bereit in Kopf, Beinen und Herz!“ musste mindestens ersteres gestrichen werden. 22:4.

Und auch das letzte Viertel ging im gleichen Stile weiter. Warum nach 8,9,10 getroffenen Dreiern noch immer nicht konsequent auf diese Würfe verteidigt wird, bleibt neben den Gründen für Trumps Wahlsieg das bestgehütete Geheimnis des letzten Halbjahres. Und manchmal sagen Statistiken eben mehr als 1000 Worte: Hätten bei Arlesheim nur die Dreier gezählt, sie hätten immer noch 39:29 gewonnen; dasselbe gilt, wenn nur die Punkte aus dem letzten Viertel gezählt hätten. Endresultat 103:29 – abhaken, vergessen, trainieren, besser machen.

CVJM Riehen: Sämmy, Fabian (4), Marvin (12), Dani (7), Luki R., Oli, Rapha, Beni (2), Thomi (4), Nick. – Coach: Mena

Herren 2.Liga: Liestal Basket 44 : CVJM Riehen 1 79:78 (32:37)

Implosion

Irgendwie gibt es sie immer wieder, diese Momente, die das Basketball-Herz schneller schlagen lassen: Der erste Korb im Spiel, ein ungepfiffenes Foul, eine theatralische Darbietung. Doch so universell diese Momente sind, so individuell sind sie auch. Für den einen ist ein Backdoor-Pass Kunst. Für den anderen ist ein Block ein roher Ausdruck von physischer Überlegenheit.

Und vielleicht kommt mit dem Alter (die Riehener waren gegen Liestal im Schnitt über 30) – nebst der Ernüchterung der körperlichen Einschränkungen – auch die Einsicht, dass andere Basketballer dies auch so sehen. Dass auch der Gegner diese Emotionen erlebt, ebenso individuell, und dieses Spiel genau wegen diesen Momenten spielt. Und dass auch er die Leere nach einer Niederlage spürt. Empathie nennt sich das im Fachjargon.

Ich könnte hier lange über das Spiel der Riehener schreiben: Wie sie souverän begannen, wie sie taktisch diszipliniert waren, wie man in der ersten Hälfte des dritten Viertels so überlegen war, dass man mit einem 23-8 Lauf eine komfortable 20-Punkte Führung aufbaute, wie der Rookie Matti Moser zunehmend besser wird, wie sich am Ende Konzentrationsfehler häuften und man in den letzten drei Minuten neun Defensivrebounds nicht holte, und dies für die Niederlage ausschlaggebend war. Doch dies würde dem Spiel und den Liestalern keine Rechenschaft geben.

Was das Heimteam nämlich in den letzten fünf Minuten des dritten Viertels auf dem Feld zeigte, war atemberaubend: 24 Punkte, davon 6 Dreier, während sie die Riehener auf mageren 2 Pünktchen hielt. Ein erdrückender 24-2 Lauf. In fünf Minuten. Und Marco Mangold, der alleine im ganzen Viertel 17 Punkte (15 davon jenseits der Dreierlinie) erzielte, war der Strippenzieher und das Herz der Liestaler. Er erzielte einen seiner Buzzerdreier am Ende des dritten Viertels. Das Heimteam jubelt, die Gäste geknickt aber schmunzelnd. So ist Basketball in seiner primitivsten Form. Emotionen pur.

Und es war auch derselbe Marco Mangold, der mit 2.8 Sekunden auf der Uhr den allerletzten Wurf traf - selbstverständlich einen Dreier - natürlich nach einem Offensivrebound. Sein Team gewann mit einem Punkt. Die Gebrüder Grimm hätten kein besseres Ende schreiben können. Poetische Gerechtigkeit nennt sich das im Fachjargon.

In diesem Matchbericht wollen wir – trotz der Niederlage – hauptsächlich eines tun: einem Gegner gratulieren, auf den wir eifersüchtig waren. Nicht unbedingt weil er gewann, sondern weil er diese Basketballglücksgefühle in vollendeter Intensität erleben durfte. Wir, hingegen, erlebten das Gegenteil.

Der englische Dichter Tennyson schrieb: “'Tis better to have loved and lost than never to have loved at all.” Wir wissen, dass Liestal diese Glücksgefühle nur spürt, weil es auch schon mal die unsrige Situation erlebt hatte. Und wenn Liestal im letzten 2. Liga Spiel der Saison im Mai des nächsten Jahres nach Riehen pilgert, ist eines jetzt schon klar: Riehen wird alles tun, um zu vermeiden, dass sie diese jetzigen Gefühle einen ganzen Sommer lang herumtragen müssen.

CVJM Riehen: J, Von Rohr (13), Fretz (3), Arheit (6), Sonderegger (12), Immoos (9), Zenklusen, Frei (4), Moser (20), Al-Rubai (11)

Viertelsresultate: 12:14, 20:23, 32:25, 15:16 | Freiwürfe: 12-18

Herren 2.Liga: BC Allschwil - CVJM Riehen 52:58 (23:25)

Damnation Alley

Es dürfte niemanden in der Liga überraschen, dass BC Allschwil die Rangliste mit makelloser Bilanz anführt. Überhaupt spielt die Mannschaft jede Saison aufs Neue ganz oben mit. Ein talentiertes, grosses und ausgewogenes Team, das spielerisch selten einbricht. Wenn es überhaupt eine Schwäche zeigt, dann die selbstzerfleischende Tendenz, wenn es mal nicht nach seiner Nase läuft. Man ist versucht zu sagen, dass in solchen Situationen die gelegentlichen Schuldzuweisungen nach innen und aussen zunehmend in eine generell von Larmoyanz geschwängerte Atmosphäre umschlagen. Diese Achillesferse wusste der leider abwesende Riehener Provokateur vom Dienst, Julian del Moral, stets gekonnt zu piesacken. Es sollte sich aber zeigen, dass man an jenem Abend nicht als David gegen den Schwellenheimischen Goliat spielen würde. Man würde sich, vor allem dank den Grossen in den eigenen Reihen, auf Augenhöhe treffen; in einer vermaledeiten Halle, die den Riehenern selten wohl gesonnen war.

Die Stärken Riehens in dieser Saison, nach Jahren unermüdlichen Hinarbeitens, sind eine gewisse Abgeklärtheit auch in schwierigen Phasen des Spiels, eine erfreulich disziplinierte Besinnung auf die Offensiv- und mittlerweile auch Defensivsysteme, und ein zunehmend rollenspielerisches (Selbst-)Verständnis im Team. Diese Mischung fängt dann richtig Feuer, wenn der Siegeswille funken schlägt. Eine leichte Orientierungslosigkeit war vor dem Spiel zwar zu spüren, weil der Spielercoach Jonathan Lee berufsbedingt Ausmilfe leisten musste und fernblieb. Doch wo ein Kopf wegfiel, wuchsen zwei nach; Marc Sonderegger und Saif Al-Rubai übernahmen den Dirigentenpart.

Das erste Viertel begann auf beiden Seiten harzig und abtastend. Körbe mussten erarbeitet, Rebounds erkämpft werden. Die eigene Defensive überzeugte mit einer straffen Zone, die eigene Offensive war ausgeglichen, abwartend und im richtigen Moment zuschlagend. Beiderseits fanden viele Würfe nicht ihren Weg in den Korb, die Führung wechselte oft. Knapp konnten beide Teams zweistellig ins zweite Viertel starten, welches spielerisch eine Fortsetzung des ersten war. Disziplin, nicht Biss, ermöglichte eine Zweipunkteführung zur Halbzeit. Dass Allschwil auch schlecht traf, tat sein Übriges.

Die zweite Halbzeit begann für die Gäste überraschend schlecht. Allschwil startete mit frischer Motivation. Den Ernst der Lage erkannt, scheinten sie das Spiel des Gegners nun zu respektieren. Eine 12:2-Welle schwappte über die Riehener, entmutigt nahm man ein Timeout. Man fasste sich, und wurde angepeitscht von Matthias Mosers Schlachtrufen, deren brachiale Sonorität früher wohl ganze Wikingerschiffe in den Krieg hätten ziehen lassen. Es blieb nicht bei Worten. Der junge, wilde Schrank kämpfte das ganze Spiel hindurch mit beeindruckendem Drive unter dem Korb, furchtlos vor den immer stärker verzweifelnden Hünen des Gegners. 11 Punkte waren es am Ende. Auch Michael Frei drückte seine dreistellige Masse unermüdlich Richtung Ring und versenkte 6 wichtige Punkte in der zweiten Halbzeit. Über allem jedoch stand Saif Al-Rubai, der mit seiner Entschlossenheit und seinem Hustle das Team trug und inspirierte. Das letzte Viertel war seines; ob Dreier, And-Ones, oder einfache Freiwürfe, 10 der letzten 22 Punkte schenkte er ein. Dem hatte Allschwil am Ende nichts mehr entgegenzusetzen.

Völlig ausgelassen ging man nach Spielende aber nicht in die Kabine zurück. Noah Aebis Verletzung, in der zweiten Halbzeit den Knöchel stark verknackst, liess nichts Gutes vermuten. Wie sich am nächsten Tag heraussstellte, zog er sich dabei einen Bänderriss zu. In den nächsten Wochen und Monaten gilt es, seinen athletischen Schwung zum Korb und seine zielsicheren Würfe zu kompensieren. Wir wünschen ihm auf diesem Wege gute Besserung.

CVJM Riehen: Aebi J (2), Aebi N (5), Al-Rubai (18), Zenklusen (5), Frei (6), Moser (11), Ilic (2), Immoos (2), von Rohr (5), Sonderegger (2)

Viertelsresultate: 13:12, 10:13, 14:11, 15:22 | Freiwürfe: 15-26

Herren U19: CVJM Riehen – BC Bären 49:119 (16:60)

Niederlage im letzten Spiel der Vorrunde

ds: Am Samstag dem 3. Dezember fand das Spiel, CVJM Riehen : BC Bären, statt. Das Herren U19 Team startete sehr schlecht und hat die erste Halbzeit mit 16:60 verschlafen. Das erste Viertel ging mit 8:28 verloren. Obwohl das bereits deutlich genug war, ging das zweite Viertel noch deutlicher, mit 8:32 an die Gäste aus dem Kleinbasel.

In der zweiten Halbzeit wurden die Riehener stärker und probierten mit mehr Motivation das Spiel anzugehen. In der Offense lief es nun besser und Riehen konnte öfters punkten. Trotzdem ging das dritte Viertel verloren (19:29). Zum Vergnügen der Fans, zeigten die Riehener eine deutlich bessere Leistung als in der ersten Halbzeit.  Im vierten Viertel war die Leistung des CVJM Riehen vergleichbar mit der im dritten Viertel. Die grosse Schwäche an diesem Tag lag aber eindeutig in der Defense des CVJM’s. Das gegnerische Team, das mit dem Minimum an Spielern spielte, kam viel zu einfach zum Korb und traf auch sehr gut die Würfe von aussen. Mit einem Viertelsresultat von 14:30 stand deshalb das ernüchternd hohe Endresultat von 49:119.

CVJM Riehen: Castagnaro Filippo, Castagnaro Francesco, Sidler Diego, Nett Corsin, Matthias Stirnimann, Josua Bartha, Fabian Pijpers, Joel Weissenberger, Joel Friedlin, Valentin Achermann, Zanetti Gierom. - Coach: Walther Pascale; Ass.Coach: Spitteler Daniela

Es fehlten: Saez Daniel, Paul Lessing, Scharf Noah, Guntrum Felix

Herren U19: SC Uni Basel- CVJM Riehen 81:37 (37:15)

Trotz grossem Willen und Einsatz verloren wir das Spiel deutlich

jb: Im ersten Viertel konnten wir uns zwar einige Chancen erarbeiten. Leider verwandelten wir davon zu wenige, womit wir uns bereits einen Rückstand von 14 Punkten einhandelten (20:6).

Das zweite Viertel lief besser für unser Team. Wir waren bereit in der Defense und konnten auch mehr Körbe erzielen. Allerdings gelangen unseren Gegnern auch in diesem Viertel mehr Punkte als uns (17:9), wodurch unser Rückstand bereits bei 26 Punkten lag. Nach der Pause erlebten wir einen harten Rückschlag. Wir waren zu langsam in der Defense und wurden dauernd überlaufen. Auch im Angriff hatten wir kein besonderes Glück, wodurch wir das dritte Viertel klar und deutlich, mit 25:7 verloren.

Das vierte Viertel lief, wie fast immer, am besten für unser Team. Wir konnten 15 Punkte erzielen und konnten die Angriffe unserer Gegner häufiger stoppen. Da auch das vierte Viertel mit 19:15 knapp an unsere Gegner ging, verloren wir das Spiel schliesslich mit 81:37 deutlich. Wir verloren das Spiel mit einer Differenz von 44 Punkten klar. Vor allem das letzte Viertel macht aber Mut. Alle Spieler konnten eingesetzt werden und Spielpraxis sammeln.

CVJM Riehen: Castagnaro Filippo, Castagnaro Francesco, Nett Corsin, Matthias Stirnimann, Josua Bartha, Fabian Pijpers, Joel Weissenberger, Joel Friedlin, Valentin Achermann, Zanetti Gierom, Paul Lessing. - Coach: Walther Pascale

Es fehlten: Saez Daniel, Sidler Diego, Scharf Noah, Guntrum Felix

Junioren U14 Low: TV Muttenz - CVJM Riehen 93:23 (35:8)

Am Ende überwog die Enttäuschung

«15-2, 20-6, 16-8» Die Resultate der ersten drei Viertel sprechen zwar auch eine deutliche Sprache zu Gunsten des TV Muttenz, allerdings hielten die Riehener so gut es ging dagegen, und alle mitgereisten Spieler kamen zum Zug. Was dann im 4. Viertel folgte war eine grosse Enttäuschung. Nach jedem der unzähligen Ballverluste wuchs die Verzweiflung und anstatt positiv zu bleiben, liessen die Spieler die Köpfe hängen und glaubten nicht mehr daran, das Spiel positiv zu gestalten können. Die Konsequenz war das man das 4. Viertel mit dem vernichtenden Teilresultat von 42:7 abschloss und enttäuscht aus der Halle abzog.

Die aggressive Full-Court Press, die die Muttenzer über weite Strecken des Spiels praktizierten, erwies sich für das Team aus Riehen als echte Knacknuss. Zwar schafften es die ballfertigen Aufbauspieler Riehens immer wieder sich aus der Umklammerung zu lösen, allerdings resultierte aus dem ersten Pass zu oft ein Ballverlust.  Die stark besetzte Mannschaft aus Muttenz schlug aus diesen zu oft Kapital, auch weil die Zuteilung in der Verteidigung beim CVJM Riehen nicht richtig klappte. Immer wieder ging ein Spieler vergessen oder wurde ein anderer unnötigerweise gedoppelt, so dass den Muttenzer das Punkten nicht wirklich schwer gemacht wurde.  Die (zu) vielen einfachen Punkte und die intensive Verteidigungsarbeit des TV Muttenz führten in der Summe zur Demoralisierung in den Reihen der Riehener. Anstatt sich gegen diese aufzubäumen und sich gegenseitig Mut zu machen, gaben sich die Spieler zum Ende der Partie auf –das ist schade und darf nicht passieren.

Aber auch an diesem Montagabend war natürlich nicht alles schlecht, was die junge, noch nicht so erfahrene Mannschaft aus Riehen zeigte. So gelangen Asmir bei seinem Debut für den Cevi Riehen nach nervösem Start durch kompromissloses und cleveres Verteidigen viele Ballgewinne, die seiner Mannschaft die Möglichkeit gaben einige erfolgreiche Angriffe zu lancieren. Auch liessen die Jungs immer wieder ihr schon vorhandenes Können aufblitzen, sei dies durch rasches Umschalten, gute Würfe aus der Mitteldistanz oder schnelles Passspiel.

Wo noch Verbesserungsbedarf besteht hat dieses Spiel nochmals aufgezeigt, und diesen Aspekten werden wir uns im Training mit hoher Intensität widmen.

CVJM Riehen: Nolan Tierney, Daniel Graham, Lucien Grand-Guillaume, Anuraj Gobiraj, Simon Ramp, Lilian Gorgerat, José Almanza, Bastian Strahm, Asmir Baftijari (Debut für den CVJM Riehen). - Coach: Claudio Larghi